Inklusionsprojekt

Das Titelbild zu „Rußschwarzchen, Rosenblau und die Räuber“ sowie zu diesem speziellen Projekt gestaltete der Osnabrücker Künstler Reinhard Klink.
Weitere Informationen unter www.Reinhard-Klink.de

Hinter meinem Märchen „Rußschwarzchen, Rosenblau und die Räuber“ steht die Idee, die Problematik der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am alltäglichen Leben (Inklusion) kindgerecht zu veran-schaulichen, mit Kindern zu bearbeiten und dabei die Kinder selbst Lösungsansätze finden zu lassen. Denn von dem geradezu unerschöpflichen Ideenschatz kindlicher Phantasie kann die Welt der Erwachsenen vielfach profitieren.
Mit Unterstützung und Förderung der Landeshauptstadt München, des Bezirksjugendrings Oberbayern und der Inklusionsfachstelle ebs (Kreisjugendring München-Stadt) gibt es zwei verschiedene Projektmodelle:

Altersgruppe 3 bis 7 Jahre:
Bertram erzählt die komplette Geschichte (hier unten ist der Anfang des Märchens nur kurz zusammengefasst), die Thematik wird spielerisch erarbeitet und mit verschiedenen Wahrnehmungsspielen kindgerecht erlebt.

Altersgruppe 8 bis 11 Jahre:
Bertram erzählt sein Märchen nur bis zu jenem Wendepunkt, der hier unten angedeutet ist. Ab diesem.Zeitpunkt überlegen die Kinder gemeinsam, wie das Märchen weitergehen soll.
So setzen sich die Kinder intensiv, konstruktiv und zugleich phantasievoll-spielerisch mit dem Thema Inklusion auseinander.

All die zauberhaften Möglichkeiten, die Kinder für den Fortgang des Märchens gefunden haben, versammeln sich hier auf dieser Internetseite.

Lassen Sie sich von dem reichen Ideenschatz und der Vielfalt der so entstandenen Märchen überraschen!

kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse von "Rußschwarzchen, Rosenblau und die Räuber" (1. Teil)
  • Im Land mit den vielen Wäldern gab es vor langen Jahrhunderten ein kleines Dorf mit einigen armen Bauernfamilien. Dort standen auch zwei Nachbarhäuser, in einem davon lebte ein blindes Mädchen namens Rosenblau, in dem anderen der Junge Rußschwarzchen, der sich mit dem Denken sehr schwer tat. Beide waren etwa siebzehn Jahre alt.
  • An einem schönen Frühlingstag im Mai begab sich der Sohn des Königs auf Brautschau, ritt durch das ganze Land und kam so auch in jenes Dorf, wo er zufällig Rosenblau erblickte. Sie gefiel ihm sehr, doch er wusste nicht, dass sie blind war, und so hielt er ihre Unsicherheit für Dummheit.
  • Bald darauf aber fiel der Prinz in die Hand von schwarz vermummten Räubern: in ihrer geheimen tiefen Höhle im Wald hielten sie ihn gefangen und verlangten hohes Lösegeld für seine Freilassung. Die Ritter des Königs konnten die Spur des Prinzen nicht finden, und so versprach der König die Belohnung von 1000 Goldtalern demjenigen, der seinen Sohn zu befreien vermochte.
  • Die Bauern in dem armen Dorf wollten sich die Belohnung sichern und marschierten schon am nächsten Tag in den Wald, um den Prinzen zu suchen. Doch in dem unbekannten Wald konnten sie sich nicht zurechtfinden und verirrten sich.
  • Ihre Frauen versuchten klug, mittels Kuchen die Räuber anzulocken und dann diesen nachzuschleichen. Aber bei den Räubern war auch eine junge Hexe, die alle Wege im Wald verzauberte, so dass die Frauen unbewusst wieder ins Dorf zurückwanderten.
  • Durch diese Verzauberung der Wege aber gelangten die Bauern tatsächlich zur Räuberhöhle. Allerdings hatte die Hexe dort noch für einen zweiten Zauber gesorgt: Vor dem Eingang zum Höhlensystem gab es dichte Brombeersträucher, an denen bereits jetzt im Mai reife Früchte hingen. Die hungrigen Bauern verschlangen sie gierig, da die Beeren aber verzaubert waren, schliefen die Bauern sofort ein, wurden von den Räubern bestohlen und schlafend zum weit entfernten Waldrand gebracht.
  • Schließlich machten sich Rußschwarzchen und Rosenblau, die bisher im Dorf geblieben waren, zusammen auf den Weg: der Junge führte seine blinde Jugendfreundin, und die beiden gelangten wirklich bis zu den Brombeersträuchern vor dem Eingang. Rußschwarzchen wollte die süßen Früchte essen, aber das schöne Mädchen warnte ihn rechtzeitig.
  • Mit einem Mal waren Schritte im Wald zu hören…

… und so entstanden bisher folgende phantasievolle Fortführungen dieser Geschichte: